Unternehmensnachfolge.

Wenn Sie einen geeig­neten Nach­folger für Ihr Unter­nehmen haben, dann sollten Sie so früh wie möglich mit der Unter­neh­mens­nach­folge beginnen. Noch früher sollten Sie sich um das Thema kümmern, wenn erst ein Nach­folger ausge­bildet oder gar erst gefunden werden muss. Zwar ist es immer ratsam, immer auch ein Testa­ment für den Notfall zu haben. Der ideale Weg ist und bleibt aber die Über­gabe des Unter­neh­mens noch zu Lebzeiten.

Unternehmensnachfolge

Der größte Erfolgsfaktor ist es, sich so früh wie möglich mit dem Thema zu beschäftigen.

Die Nachfolge muss frühzeitig beginnen.

… oder zumin­dest ist es erfor­der­lich, dass man sich früh­zeitig mit der Nach­fol­ge­the­matik beschäf­tigt. Wer wird Nach­folger? Soll ich den Nach­folger bereits in das Unter­nehmen einbinden? Muss ich ihm dazu bereits Anteile an der Gesell­schaft über­tragen? Oder kann dies auch schritt­weise erfolgen?

Interne oder externe Nachfolge?

Eine Unter­neh­mens­nach­folge kann entweder fami­li­en­in­tern oder auch extern an eine andere Person statt­finden. Die externe Nach­folge wird aber meist nur gewählt, wenn man selbst keinen geeig­neten Nach­folger ernennen kann.

Absicherung durch ein Unternehmertestament.

Ich helfe Ihnen bei der Planung der Über­gabe zu Lebzeiten, dennoch muss der uner­war­tete Notfall auch durch ein Testa­ment abge­si­chert sein.

Die Unternehmensübergabe

Der Baye­ri­sche Staats­mi­nister für Wirt­schaft, Landes­ent­wick­lung und Energie Herr Hubert Aiwanger beginnt das Vorwort zu einer aktu­ellen Studie zur Unter­neh­mens­nach­folge in Bayern wie folgt: „Bayern ist ganz wesent­lich durch seine Fami­li­en­un­ter­nehmen geprägt. Ihre Dynamik, Flexi­bi­lität und Nach­hal­tig­keit machen sie zu Garanten unseres Wohl­stands. Fami­li­en­un­ter­nehmen bieten den Menschen flächen­de­ckend in allen Regtionen gut bezahlte und sichere Arbeits­plätze, sie beschäf­tigen den Groß­teil der Auszu­bil­denden und dienen dem Gemein­wohl in heraus­ra­gender Weise” (lesen Sie die ganze Studie hier: Link).

In ganz Bayern gibt es laut dieser Studie rund 580.000 aktive Fami­li­en­un­ter­nehmen. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass Unter­neh­mens­nach­folgen dann erfolg­reich sind, wenn sie früh­zeitig und recht­zeitig einge­leitet werden. Außerdem sollte die Initia­tive zur Über­gabe vom Über­geber selbst kommen.

Diese beiden Punkte sind in der Praxis aller­dings leider sehr häufig ein großes Problem, denn viele Unter­nehmer tun sich schwer, das meist von ihnen selbst aufge­baute Unter­nehmen zu über­geben. Es fällt ihnen schwer, das eigene Lebens­werk loszu­lassen.

Bevor­zugt wird insbe­son­dere für klei­nere Unter­nehmen die sog. fami­li­en­in­terne Nach­folge. Eine externe Nach­folge, also eine Nach­folge etwa an einen außen­ste­henden Käufer oder an einen Mitar­beiter, kommt meist nur dann in Betracht, wenn es in der Familie keinen geeig­neten Nach­folger gibt bzw. wenn die Kinder des Unter­neh­mers kein Inter­esse haben.

Ledig­lich ein Drittel derje­nigen, die eine fami­li­en­in­terne Über­gabe planen, haben den Nach­folger bereits in die Geschäfts­lei­tung inte­griert. Immerhin haben zwar bereits viele andere Über­geber in spe den desi­gnierten Nach­folger schon als Mitar­beiter ange­stellt oder ihn zumin­dest ausge­sucht. Aber je ferner der Nach­folger von den Entschei­dungen der Geschäfts­lei­tung steht desto länger und schwie­riger gestaltet sich eine Nach­folge.

Bei einer externen Nach­folge ist das Finden eines geeig­neten Nach­fol­gers der erste und oft zeit­auf­wän­di­gere Schritt. Ist ein solcher gefunden, muss als zweiter Schritt das Unter­nehmen bewertet und eine Eini­gung hinsicht­lich des Kauf­preises gefunden werden. Anschlie­ßend sollten der Unter­nehmer und sein Nach­folger eine gewisse Zeit zusam­men­ar­beiten, sodass eine Einar­bei­tungs­zeit und ein reibungs­loser Über­gang gewähr­leistet wird. Trotz alldem sind externe Über­gaben in der Praxis oft sogar schneller umge­setzt als fami­li­en­in­terne.

Gestaltung der Verträge

Jede Unter­neh­mens­über­gabe ist anders, denn sie ist abhängig vom Alter der Betei­ligten, von deren Quali­fi­ka­tionen und Erfah­rungen, aber auch von dem Unter­nehmen selbst. Die recht­li­chen Verträge müssen diese Eigen­heiten genauso berück­sich­tigen wie die steu­er­li­chen Beson­der­heiten.

Bei der Ausar­bei­tung dieser Verträge gilt es daher, eng mit dem Ihnen vertrauten Steu­er­be­rater zusam­men­zu­ar­beiten, um so das opti­male Nach­fol­ge­mo­dell für Sie zu finden.

Konzeption der Nachfolge

Vielen Unter­neh­mern fällt es meist sehr schwer, ein klares Nach­fol­ge­kon­zept zu erar­beiten. Dies liegt nicht nur daran, dass sie das selbst Aufge­baute schwer loslassen können. Es liegt auch daran dass meist eine klare Ziel­vor­stel­lung fehlt. Sind mehrere Kinder vorhanden, so entstehen weitere Probleme. Denn meis­tens ist nur ein Kind zur Nach­folge geeignet bzw. bereit, sodass die anderen Kinder aus dem wert­mäßig meist gerin­geren Privat­ver­mögen abzu­finden sind.

Meine Aufgabe ist es daher, mit Ihnen eine Gesamt­kon­zep­tion für die Über­gabe zu erar­beiten, die sowohl die Frage der unter­neh­me­ri­schen Nach­folge klärt wie auch in privater Hinsicht vertret­bare Lösungen präsen­tiert.

Notfallplan und „Notfallkoffer“

Nicht jede Nach­folge tritt gewollt ein, denn gele­gent­lich passieren sie aufgrund eines plötz­li­chen Todes oder einer uner­war­teten Krank­heit des Unter­neh­mers. Es ist daher wichtig, bereits früh­zeitig unab­hängig von jedweder ange­strebten Nach­folge einen Notfall­plan für diese Konstel­la­tionen zu konzi­pieren. Hierzu bedarf es neben dem Unter­neh­mer­tes­ta­ment auch entspre­chenden Voll­machten, sodass in diesen Fällen keine Führungs­lo­sig­keit des Unter­neh­mens droht. Neben diesen recht­li­chen Urkunden muss aber auch in tatsäch­li­cher Hinsicht sicher­ge­stellt sein, dass der Nach­folger oder der inte­rims­weise einge­setzte Vertreter auch faktisch die Möglich­keit hat, das Unter­nehmen fort­zu­führen. Das erfor­dert neben klaren Anwei­sungen zur Führung des Unter­neh­mens z. B. auch einer syste­ma­ti­schen Über­sicht aller Geschäfts­ab­läufe und sogar die Erstel­lung einer Pass­wort­liste, um den Zugang zu den wich­tigen Daten zu ermög­li­chen.

Einen solchen Notfall­plan sollte daher jedes Unter­nehmen bereits von Beginn an erstellen und regel­mäßig aktua­li­sieren, am besten in dem soge­nannten „Notfall­koffer“, in dem alle entspre­chenden Doku­mente sortiert sind und schnell zur Verfü­gung stehen.

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